Freitag, 20. September 2013

2 mal Bunia in 2 Wochen...Momentan gehts hier rund - Endspurt hat begonnen :-)

Wir sind nun wieder in Rethy und da die Internetverbindung in Bunia echt steinzeitmäßig langsam war, hier nun ein paar nachträgliche Blogeinträge:

Seit der Abreise des restlichen Teams ist tatsächlich schon über 2 Wochen her und ich habe sage und schreibe einen Blogeintrag geschrieben... Aber so viel wie hier gerade los ist, da hat man wenig Zeit und Lust abends noch groß einen Eintrag zu machen - Afrika ist einfach sehr vereinnahmend gerade, vor allem aber in Hinblick auf unsere baldige Heimreise.

Auf Grund von letzten Gesprächen und Meetings mit der Kirche in Bunia sind wir nun, wie ihr dem Titel entnehmen könnt, schon das zweite Mal innerhalb zwei Wochen in Bunia (natürlich wieder ohne Strom, bzw. nur mit Generator...)  In den zwei Tagen, die wir zwischendrin in Rethy waren ging es dafür heiß her: David hat das Kraftwerk gewartet, ich habe das Haus aufgeräumt (was man da noch so alles findet...), dann mal wieder ein überaus netter Besuch der Einwanderungsbehörde (hört ihr die Ironie???) und schließlich noch Kaffee packen und Lieferungen für Bunia erstellen. Die zwei Tage waren einfach prall gefüllt. Wenigstens war mit dem Auto nichts größerers, "nur" beim ersten Mal kaputte Bremsen (vorne gab es schon gar keine Bremsbelege mehr und die Scheiben haben schon Metallspäne lassen müssen) und ein blockierter/kaputter Bremszylinder, beim zweiten Mal dann "nur" noch einmal durchgebrochene Blattfedern...^^ Hab ich schon Mal gesagt, dass wir uns wieder auf deutsche Straßen und deutsche Autos freuen? 

Nun gut, man muss aber sagen, dass wir beide Male gut hier angekommen sind und wir sehr froh darüber sind, dass auf den Fahrten nichts passiert ist. Hier mal nochmal ein paar Eindrücke, was man auf so einer Fahrt alles zu Gesicht bekommt:


Brücke, mehrmals local repariert...Vor uns ist ein dicker Laster drüber, der steckt jetzt kurz danach im Schlamm fest...

Auch typisch: überladen ohne Ende...Aber zur Abwechslung mal kein Biertransporter...Echt traurig wieviel Alkohol hier in das Land gebracht wird, eher kontraproduktiv was den Fortschritt des Landes betrifft.

Iga Barriere: Blech und Holzhütten und am Horizont: Das lila Haus! Seltsame Bilder.

Iga Barriere: Tagesgeschäft der Leute hier: Goldwäsche. Nur wenigen reicht das allerdings für ein normales Auskommen, die meisten Leute hier sind bettelarm...
Da die eigentliche Brücke der Hauptstraße vor 3 Monaten unter einem LKW eingestürzt ist, haben lokale Arbeiter sich ein Nebengeschäft mit zwei eigenen Brücken eröffnet. Passieren ist hier nur gegen Gebühr möglich - natürlich alles verhandelbar...


PS: Unser Rückflug ist gebucht am 3.Oktober gehts heimwärts. Deutschland wir kommen!!!

Dienstag, 3. September 2013

Allein, allein ... es wird still in Rethy

Am Freitag war es schließlich soweit: Rückreise für Daniel und Naemi sowie für Simon und Samuel.
Zusammen sind wir bis nach Mahagi gefahren, um uns dort zu verabschieden. Wir hatten einfach eine tolle Zeit zusammen! 

Mensch, das ist jetzt schon etwas ungewohnt. 4 1/2 Monate waren wir mindestens 4 Wazungus in Rethy und jetzt bleiben nur noch David und ich übrig. Seltsames Gefühl, zu zweit in so einem großen Haus... Umso besser ist es da, dass uns Saula auch nach der regulären Arbeitszeit gerne noch Gesellschaft leistet. Natürlich genießen wir unsere Zeit zu zweit hier auch und haben uns so zum Beispiel unseren Sonntag mit Dampfnudeln (wie bei Mama/Oma) und Vanillesoße versüßt... Hier ein paar Bilder zum neidisch werden:

Dampfnudelrohlinge, bereit in die Pfanne zu wandern!

das nenn ich mal rechte Dampfnudeln!

Über eine gute Salzkruste geht halt einfach nichts...

David ist happy über seine Dampfnudeln mit Karamellkruste...





Das Battle süß gegen salzig ging meiner Meinung nach unentschieden aus. Süße Dampfnudeln sind lecker, aber Dampfnudeln mit echter Salzkruste, wie von der Oma, das ist halt einfach s'Beste. Geschmäcker sind eben verschieden :-)

PS: Ich werde mich jetzt wieder ein bisschen mehr anstrengen und euch mehr im Blog berichten. Allerdings ist unsere Zeit für dieses Jahr jetzt wirklich absehbar... Im Oktober soll es, wenn nichts unvorhergesehenes dazwischen kommt, erst Mal nach Hause gehen.